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Journal

Hommage an das Älterwerden

Alexandra Stahl wächst bei ihren Grosseltern in einem Dorf in Unterfranken auf. Als Elektriker begeistert sich der Grossvater für Stecker und Kabel, die Grossmutter liebt Katzen über alles. Auch wenn die beiden oft zanken, sie verbringen siebenundfünfzig Jahre miteinander. Alexandra fühlt sich wohl bei den beiden.

Als ihr Grossvaters stirbt ist Alexandra sehr traurig. Um ihre Trauer zu verarbeiten und auch, um älteren Menschen Gehör und Aufmerksamkeit zu schenken engagiert sie sich als Freiwillige in einem Berliner Seniorenheim. In ihrer Biografiegruppe lernt sie Frau Bellmann kennen, die Wasserratte vom Werbellinsee. Und Herrn Uhlig, der Schach mit der dänischen Königin spielen will. Und Herrn Winkler, der selbst die Eichhörnchen im Kalten Krieg wähnt.

Alexandra Stahl hat mit diesem Buch eine feinfühlige Hommage an das Älterwerden geschrieben. «Tschikago» ist lustig, macht traurig, stimmt nachdenklich. Ein Buch über unsere Vergänglichkeit und das Abschiednehmen – und darüber, was bleibt, wenn alles andere verschwindet.

 

Alexandra Stahl. Tschikago. Claassen 2026.

 

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