Journal
Schwere, Hoffnung und Liebe
Juna hat das Usher-Syndrom. Sie ist 17 und muss damit rechnen, dass sie in wenigen Jahren blind sein wird. Dabei zeichnet und malt sie für ihr Leben gern, möchte an die Kunstakademie und noch möglichst viel sehen. Wie geht sie damit um, mit ihrer Jugend zwischen Sehnsüchten und der niederschmetternden Diagnose?
Cora Wucherer erzählt die Geschichte kapitelweise aus je einer Perspektive, die sich abwechselt. Das macht das Buch so vielseitig und interessant. Mal erleben wir die Geschichte aus Junas Blickwinkel, mal aus demjenigen von Martha, ihrer jüngerer Schwester. Beide teilen sich nicht nur ein Zimmer, sondern auch ihre Hassliebe zueinander. Ebenfalls zu Wort kommt ihr Vater, der über den Tod seiner Frau und der Mutter seiner Kinder schweigt. In ihrem eindrücklich geschriebenen Romandebüt schafft es Cora Wucherer, dass darin Schwere, aber auch Hoffnung und Liebe Platz haben.
Cora Wucherer. All die Farben, all das Licht. Klett-Cotta 2026.