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Journal

Tiefe Einblicke in luftiger Höhe

Es ist Mitternacht. Fredi Solo, der eigentlich Fredi Rüegg heisst, fährt nach seinem 936. Auftritt von der Saxenalp Richtung Tal. Die enge Kabine teilt er widerwillig mit dem Lokaljournalisten Bongo Bottlang. Fredi Rüegg kennt ihn und kann ihn nicht ausstehen.

Auf halber Strecke bleibt die Seilbahn stehen. Die Panne bleibt unbemerkt, Handyempfang gibt es keinen. Die beiden Passagiere müssen wohl oder übel die Nacht in luftiger Höhe verbringen. Bottlang leider unter Platzangst, ein Föhnsturm kommt auf.

Da hilft nur Ablenkung. Bottlang engagiert Rüegg, verspricht ihm eine grosszügige Gage, damit er ihn unterhält, bis sie gerettet werden. Der Alleinunterhalter macht seinem Namen alle Ehre und gibt sein Bestes. Doch mit seinem Schlagerrepertoire kann Fredi Solo nicht punkten, Bottlang hasst diese Art von Musik, und Witze mag er auch nicht. Derweil wird der Sturm stärker, und Bottlang gerät in Panik. In der Not erzählt Rüegg Geschichten aus seinem Leben als Alleinunterhalter – nicht ahnend, dass eine davon eine Verbindung zwischen den beiden Männern zu Tage fördert.

Ein humorvoller, unterhaltsamer Roman, der in luftiger Höhe spielt und tief blicken lässt. Am Schluss des Buches zeigt Fredi Solo eine Auswahl seines musikalischen Repertoires – ein wunderbarer Abschluss!

 

Jörg Meier. Solo für Bottlang. Knapp Verlag 2025.

 

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